Antonin Dvorák: Stabat Mater

Sonntag, 22. März 2015, 19:00 - 20:30

 

 

Antonin Dvorák: Stabat Mater

für Soli, Chor und Orchester op. 58

Miriam Clark, Sopran
Julia Rutigliano, Alt
Gustavo Martin Sanchez, Tenor
Thomas Hamberger, Bass

Chorgemeinschaft und Orchester St. Cäcilia

Thomas Scherbel, Leitung

 

 

Miriam Clark

 

Die deutsch-amerikanische Sopranistin Miriam Clark wurde in Frankfurt am Main geboren und studierte Gesang an der Münchner Musikhochschule. Miriam Clark gewann 2009 den zweiten Preis und den Opernpreis beim internationalen Caballé-Wettbewerb in Zaragossa sowie 2010 den Medienpreis beim internationalen Gesangswettbewerb von s’-Hertogenbosch. Ihr Debüt gab sie an der Oper Frankfurt als Königin der Nacht in DIE ZAUBERFLÖTE, gefolgt von einem Auftritt in der Weltpremiere von Oscar Strasnoys LE BAL an der Staatsoper Hamburg. Miriam Clark gastierte als Vitellia in LA CLEMENZA DI TITO und Fiordiligi in COSÌ FAN TUTTE bei den Mozartwochen Bad Reichenhall, als Königin der Nacht am Theater Bremen, in Humperdincks DORNRÖSCHEN beim Münchner Rundfunkorchester, als Armide in Händels RINALDO in St. Pölten sowie in der Titelrolle von Glucks ARMIDE in der Reaktorhalle München. In Bern feierte sie einen Triumph mit ihrem Rollendebüt als Leonore in der selten gespielten Urfassung von Beethovens FIDELIO. Seit der Spielzeit 2011/12 ist sie Ensemblemitglied von THEATER BONN, wo sie bisher in der Titelrolle von LAKMÉ sowie als Arminda in LA FINTA GIARDINIERA zu erleben war. 2012 erhielt Miriam Clark den Kulturförderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen und 2013 den Preis der Opernfreunde Bonn zur Förderung des sängerischen Nachwuchses. 2012/13 sang sie am THEATER BONN die Titelpartie in NORMA sowie die Violetta Valéry in LA TRAVIATA.

 

 

 

Julia Rutigliano

 

Die in Würzburg geborene Mezzosopranistin studierte bei Prof. Daphne Evangelatos an der Hochschule für Musik und Theater München sowie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Sie schloss ihr Studium 2005 mit Auszeichnung ab und wurde danach ins Opernstudio ans Staatstheater Nürnberg verpflichtet. Schon während ihres Studiums sang sie Fachpartien wie Fuchs in Janáčeks Das schlaue Füchslein, Helena in Offenbachs Die schöne Helena, Beatrice in Berlioz’ Beatrice und Benedikt und Donna Elvira in Mozarts Don Giovanni, mit der sie mittlerweile in mehreren Produktionen u.a. am Staatstheatern Braunschweig und Nürnberg zu hören war. Kürzlich gab sie am Nationaltheater in Weimar ihr Debüt als Charlotte in Massenets Werther. Unter Zubin Mehta sang sie letztes Jahr die Siegrune in Wagners Walküre am Maggio Musicale und am Palau des les Arts in Valencia (Regie: Fura dels Baus). 2011 hatte sie großen Erfolg mit einer weiteren Wagner Partie, der Venus im Tannhäuser, die sie auch letzten Sommer erneut am Theater Bremen sang. Außerdem debütierte sie bei den Bayreuther Festspielen im Ring unter Kirill Petrenko als Wellgunde in Wagners Rheingold und Götterdämmerung und als Siegrune in Wagners Walküre, wo sie in den gleichen Rollern auch wieder in der kommenden Saison zu hören sein wird. Im Frühling 2014 sang sie Brangäne unter Zubin Mehta in Wagners Tristan und Isolde am Maggio Musicale in Florenz. Von 2009 bis 2012 war sie festes Ensemblemitglied am Staatstheater Braunschweig. Dort wurde sie u.a. als Olga in Tschaikowskis Eugen Onegin, Suzuki in Puccinis Madama Butterfly, Hermia in Brittens Midsummer Night’s Dream, Donna Elvira in Mozarts Don Giovanni, Aksinja in Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk, Orlofsky in Strauß’ Die Fledermaus und Bizets Carmen in der gleichnamigen Oper gefeiert. Bei den Seefestspielen Berlin unter der Regie von Volker Schlöndorff konnte sie im Sommer 2012 wiederum als Carmen brillieren. Zu ihrem Repertoire zählen zudem die großen Mezzo- und Altpartien im Oratorien- und Konzertfach. Außerdem bereichern zeitgenössische Werke von Komponisten wie Adès, Glanert und Eggert ihr musikalisches Schaffen, die sie ans Theater Bonn, zum Festival ADEvantgarde und der Biennale München führten. Julia Rutigliano ist 1. Preisträgerin beim 25. Robert-Stolz-Wettbewerb in Hamburg und erhielt beim Ferruccio Tagliavini Wettbewerb den Sonderpreis Karl Böhm für die beste Mozartinterpretation. Sie ist Stipendiatin des Deutschen Bühnenvereins und des Richard Wagner Verbandes.

 

Gustavo Martin Sanchez

Gustavo Martin Sanchez wurde in Regensburg geboren. Nach dem Abitur am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen 1997 studierte er an der Hochschule für Musik und Theater München Gesang (Konzert- und Operngesang bei Prof. Rita Hirner-Lill, Liedgestaltung bei Prof. Dr. Siegfried Mauser).
Im Laufe des Studiums konnte er bei zahlreichen Produktionen der Bayerischen Theaterakademie August Everding im Prinzregententheater mitwirken: „L´incoronazione di Poppea", „La Calisto", Purcells „King Arthur", Detlev Glanerts münchener Erstaufführung von „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung", Busonis „Arlecchino", von Pier Francesco Cavalli „La Didone", „Sommernachtstraum“ von B.Britten, „L´enfant et les sortilèges" von Maurice Ravel, „Das Wachsfigurenkabinett" von Karl A. Hartmann. Ausserdem bei Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen" und „Die vier Grobiane" (2005) in den Opernfestspielen Isny, im Markgräflichen Opernhaus „King Arthur", in der Pasinger Fabrik sang er den gefeierten Pedrillo in Mozarts „Entführung aus dem Serail", in den Sommerfestspielen im Schloß Gotha als Don Polidoro in Mozarts „La finta semplice", in den Sommerspielen in Maxlrain als Hypolit in Lindpaintners „Der Vampyr". Seit Beginn 2007 sang er an der Hamburger Kammeroper (Alleetheater) den Don Ramiro in Rossinis „La Cenerentola" in zahlreichen Vorstellungen. Bei den Opernfestspielen Heidenheim 2007 sang er den Pedrillo in der „Entführung aus dem Serail", anschließend an der mitteldeutschen Kammeroper Leipzig wieder „La Cenerentola", danach widmete er sich als Ernesto in Donizettis „Don Pasquale" und 2012 als Sandrino in G.Paisiello´s "König Theodor in Venedig" in der Kammeroper Hamburg. Im Februar und März 2008 sang er den Studenten Arkenholz in A.Reimann´s "Gespenstersonate" in der Opera Stabile der Hamburger Staatsoper. Im Juni 2008 trat er bei den Carl-Orff-Festspielen in "Il trionfo di Afrodite" und "Carmina Burana" auf, ebenso 2009. In der Spielzeit08/09 gastierte er im Theater Koblenz als Tanzmeister in „Ariadne auf Naxos". Er trat 2009 bei den Schlossfestspielen in Ludwigsburg auf und gastierterte in "Acis und Galatea" im Theater Fürth. 2010 sang er im März bei der Uraufführung von Wilfried Hiller "Der Sohn des Zimmermanns" im Dom zu Würzburg und im Mai im Prinzregententheater München die Orff-Tage unter anderem einen Abend mit Konstantin Weckers Uraufführung Carmina Bavariae dieses Konzert wurde dann 2014 im Gasteig Philharmonie München wiederholt. 2011 wurde er ebenfalls zu den den Carl-Orff-Tagen eingeladen.2012 sang er den „Konrad“ in der Operette „Die Schützenliesel“ für die bayerische Kammeroperette. Lieder- und Arienabende, Oratorien: z.B. Bach Johannes-Passion in Venedig (2008) und in der Kathedrale von Turin (2009), Stephansdom Wien (2012), Dom zu Bergamo (2013); Bach Weihnachtsoratorium in Hamburg (2008), Stuttgart (2011/12), München (2012); WO von Saint Saens in Dortmund; Rossini´s Stabat Mater in Frankreich und Deutschland; Rossini´s Petite Messe in Essen, München u.a.; Dvorak´s Stabat Mater in München (2012); Elias (2009) in der Schweiz; Mozart Requiem und C-Moll Messe in München (2013); Messias in Bozen (2014). Sendungen beim ORF, 3Sat und im BR, CD Einspielungen von neapolitanischen Canzonen und Live-Aufzeichnungen zeigen sein vielfältiges Repertoire. Gefördert wurde er während seines Studiums durch die Yehudi-Menuhin-Stiftung "Live Music Now". Außerdem nahm er an Rossini-Meisterkursen bei Raúl Giménez und Alberto Zedda teil.

 

 

Thomas Hamberger

 

Der in Rosenheim lebende Bass-Bariton Thomas Hamberger wuchs in einer musikalischen Familie auf. Im Schulchor sowie im Chor seines Vaters sammelte er erste sängerische Erfahrungen. Nach dem Abitur studierte er Maschinenbau, doch zeichnete sich sein Weg als Sänger bereits ab. Zu ersten Verpflichtungen als Solist kam die Gründung des Vokalensembles "Camerata Vocale", mit dem er A-cappella-Werke von der Renaissance bis zur Moderne aufführen konnte.  In dieser Zeit begann auch seine private Gesangsausbildung bei Waldemar Wild, die er später bei Michael Felsenstein in Stimmbildung und Atemtechnik fortsetzte. Nach dem Ingenieurdiplom entschied er sich dann endgültig für die musikalische Laufbahn und wurde zunächst Mitglied im Konzertchor des Bayerischen Rundfunks, wo er reiche Erfahrungen unter großen Dirigenten wie Bernstein, Maazel, Muti, Sawallisch, Solti, Abbado, Davis u. a. sammeln konnte. Thomas Hamberger widmete sich nun immer mehr dem Sologesang und konnte sich erfolgreich als Solist überwiegend im Oratorien- und Liedgesang etablieren, was seine häufigen Engagements in München, ganz Deutschland, Österreich, Italien, Schweiz und Frankreich ebenso zeigen wie Einladungen zu internationalen Musikfestivals, u.a. nach Israel, wo er neben Elias und Messias Schuberts Winterreise und Schumanns Dichterliebe interpretierte. Das Bayerische Kultuministerium verpflichtete ihn als Bass-Solist bei der Aufführung von Haydns Schöpfung in Sofia anlässlich der bayer. Kulturtage 2003. Für seine außergewöhnlichen Leistungen als Sänger erhielt er von der Stadt Rosenheim das Förderstipendium 2005.
Im Januar 2008 wurde er als festes Mitglied in den Chor des Bayerischen Rundfunks berufen. Zu seinem breitgefächerten Solo-Repertoire zählen nahezu alle bekannten Oratorien und Kantaten von Bach, Mozart, Händel, Haydn, Mendelssohn, Franck, Martin u. a.; daneben pflegt er den Liedgesang und ist Bassist des „Singsembles H2-O2". Auch Experimenten steht er aufgeschlossen gegenüber, was seine Mitwirkung bei verschiedenen Uraufführungen immer wieder zeigt. So interpretierte er z.B. bei der Uraufführung des Werkes "Gesualdo" des Komponisten H.J. Gerung (Busotti-Schüler) die Titelrolle. Nicht unerwähnt bleiben darf auch seine Freude an „Alter Musik und die daraus folgende häufige Zusammenarbeit mit entsprechenden Ensembles wie z.B. „La Banda, der Neuen Hofkapelle München, dem Orpheus-Chor oder dem „Hassler-Consort. Rundfunk- und CD-Produktionen runden sein Wirken ab.

 

 

Die Chorgemeinschaft St. Cäcilia wurde im Herbst 1960 als Kirchenchor der neu gegründeten Gemeinde St. Cäcilia in Germering ins Leben gerufen. Seit 1990 ist der Chor auch als Konzertchor des Vereins „Musica Sacra St. Cäcilia e.V.“ im Einsatz. Seit September 2000 steht das Ensemble unter der Leitung von Thomas Scherbel und veranstaltet seither mehrmals im Jahr große Oratorienkonzerte. So stehen Werke wie Bachs Weihnachtsoratorium und Johannes-Passion, Mendelssohns Paulus, Haydns Schöpfung, Händels Messias, Gounods Cäcilienmesse, Mozarts Requiem, Rossinis Stabat Mater oder Schuberts As-Dur Messe auf der Repertoireliste des inzwischen bis zu 70-köpfigen Ensembles. Neben der Konzerttätigkeit versieht der Chor auch weiterhin kirchenmusikalische Aufgaben wie die musikalische Gestaltung einer Vielzahl von Gottesdiensten im Kirchenjahr, zu Hochfesten wie Weihnachten und Ostern oder zum Patronatsfest der Gemeinde auch in Form verschiedenster Orchestermessen.
Die Aufführung des Deutschen Requiems von Johannes Brahms war die bisher größte Herausforderung für den Chor.

 

Künstlerfoto2

Thomas Scherbel, geb. 1976 in Nürnberg, begann seine musikalische Ausbildung im Jahr 1984. Nach der Ausbildung zum C-Kirchenmusiker bei Regionalkantor Rolf Gröschel studierte er von 1997 bis 2002 Katholische Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater in München. Zusätzlich studierte er Orgel als Konzertfach bei Prof. Edgar Krapp und Chorleitung im Schwerpunktfach bei Prof. Michael Gläser. Nach dem mit der Note „sehr gut“ abgeschlossenen A-Diplom besuchte er die Fortbildungsklasse Orgel und schloss seine Studien im Juni 2005 mit dem Konzertdiplom ab.
Seit 2000 ist er Kirchenmusiker an St. Cäcilia in Germering bei München. Neben der Organisten- und Chorleitertätigkeit an der Gemeinde ist er als künstlerischer Leiter des Konzertvereins „Musica Sacra St. Cäcilia e.V.“ für die Planung und Durchführung von jährlich zwölf Konzertprojekten zuständig.
Neben der Tätigkeit als Konzertorganist beschäftigt er sich vor allem auch mit der Chor- und Orchesterleitung. Von 2002 bis 2011 war er Dirigent des Visino-Chores in Eggenfelden, einem renommierten und bundesweit mehrfach ausgezeichneten Gesangsensemble. Höhepunkte seiner Tätigkeit in Eggenfelden waren die Aufführungen zweier großer Werke Ludwig van Beethovens, der „ Missa solemnis“ im November 2008 und der 9. Symphonie mit der Philharmonie Bad Reichenhall im Januar 2010.
Auch mit seinem Germeringer Chor führte er in den letzten Jahren immer größere Werke auf. So wurden Projekte mit Bachs „Weihnachtsoratorium“ und „Johannes-Passion“, Haydns „Schöpfung“, Mozarts „Requiem“ und „c-Moll Messe“, Schuberts „As-Dur Messe“, Rossinis „Stabat Mater“, Mendelssohns „Paulus“,Händels „Messiah“ und Ludwig van Beethovens selten gespieltes und einziges Oratorium „Christus am Ölberge“ verwirklicht. Im Frühjahr 2014 kam Reinhard Keisers „Markus-Passion“ zur Aufführung.
Der künstlerische Höhepunkt dieser Reihe wurde im Oktober 2013 mit der  Aufführung von Johannes Brahms` „Ein deutsches Requiem“ erreicht.
Im November 2014 wurde Thomas Scherbel mit dem "Walter-Kolbenhoff-Kulturpreis" der Stadt Germering ausgezeichnet.

 


Ort : Kirche St. Cäcilia, Germering