Franz Schubert: 1. Symphonie und Messe in Es-Dur

Sonntag, 16. November 2014, 19:00 - 20:30

Am Sonntag, den 16. November um 19 Uhr veranstalteten wir ein Festkonzert mit großartigen Werken von Franz Schubert.

Zunächst kam seine mit 16 Jahren komponierte 1. Sinfonie in D-Dur zur Aufführung, danach eines seiner letzten Werke, die Messe in Es-Dur für bis zu
achtstimmigen Chor, Soli und Orchester.

 

Anna Karmasin, Sopran
Regine Jurda, Alt
Andreas Hirtreiter, Tenor
Matthias Heubusch, Tenor
Christian Eberl, Bass

Chorgemeinschaft und Orchester St. Cäcilia
Thomas Scherbel, Leitung

 

Sinfonie Nr. 1 in D-Dur (D 82)

  1. Adagio – Allegro vivace
  2. Andante
  3. Menuetto – Trio
  4. Allegro vivace

Messe in Es-Dur (D 950)

Kyrie

Gloria

-      Gloria in excelsis Deo, Allegro moderato e maestoso

-      Domine Deus, Andante con moto

-      Quoniam, Tempo I

-      Cum sancto spiritu, Moderato

Credo

-      Credo in unum Deum, Moderato

-      Et incarnatus est, Andante

-      Et resurrexit, Tempo I

-      Et vitam venturi saeculi, Moderato

Sanctus

-      Sanctus, Adagio

-      Osanna in excelsis, Allegro, ma non troppo

Benedictus

-      Benedictus qui venit, Andante

-      Osanna in excelsis, Allegro, ma non troppo

Agnus Dei

-      Agnus Dei, Andante con moto

-      Dona nobis pacem, Andantino

 

Die geborene Münchnerin Anna Karmasin begann ihre Gesangsausbildung bei Tanja d'Althann im Rahmen der Bayerischen Singakademie. Ihr Studium führte sie zunächst nach Innsbruck an das Tiroler Landeskonservatorium wo sie von Barbara Daniels unterrichtet wurde. Seit 2010 studiert sie bei Prof. Frieder Lang an der Münchner Musikhochschule sowie der Bayerischen Theaterakademie und ist Stipendiatin der Christl und Klaus Haack-Stiftung. Sie besucht dort die Liedklasse von Prof. Dr. Siegfried Mauser und absolvierte Meisterkurse zum Thema Liedgestaltung bei Herrn Prof. Helmut Deutsch, Prof. Donald Sulzen sowie KS Prof. Andreas Schmidt. Während ihres Studiums übernahm sie bereits Rollen wie die Pamina aus der Zauberflöte, die Adele aus der Fledermaus sowie die Susanna aus Figaros Hochzeit. Auch im Bereich Konzertgesang trat sie schon mehrmals in Erscheinung, unter anderem mit Pergolesis Stabat Mater, den Oratorien von Händel und Bach, Mozarts Reqiem, Rossinis Petite Messe solennelle, Mendelssohns Lobgesang, Schumanns Paradis und die Peri, Orffs Carmina Burana oder bei Liederabenden mit Werken von Franz Schubert, Robert Schumann, Johannes Brahms, Alexander Zemlinsky, Gustav Mahler, Richard Strauss und Alban Berg.

 

 

Regine Jurda studierte an der Musikhochschule München bei Kammersänger Wolfgang Brendel und Gabriele Kaiser. Sie war Mitglied der Bayerischen Theaterakademie August Everding und in diesem Rahmen mehrfach auf der Bühne des Münchner Prinzregententheaters zu erleben, so u.a. in Opern von Purcell, Cavalli, Hiller, Steffani, in Brittens „Sommernachtstraum“, Offenbachs „Die schöne Helena“,  Mozarts „Le nozze di Figaro“ und Humperdincks „Hänsel und Gretel“. Im Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz sang die Mezzosopranistin in Opern von Richard Strauss und Johannes Maria Staud. Desweiteren gastierte sie am Theater Konstanz, im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth, bei der Münchner Biennale, den Wiener Festwochen und den Berliner Festspielen. Konzertreisen führten sie u.a. nach Italien, Frankreich und Russland. Besonders im konzertanten Bereich ist sie eine gefragte Interpretin und häufig zu Gast bei renommierten Musikfestivals wie z.B. dem Internationalen Beethovenfest Bonn, dem Oberstdorfer Musiksommer und den Max-Reger-Tagen Weiden. Ihr Schwerpunkt liegt hier auf den Werken des Barock, wo sie eine enge Zusammenarbeit mit renommierten Barockorchestern wie der Münchner Hofkapelle, L’arpa festante, L’Orfeo oder La Banda pflegt. Darüber hinaus gilt ihre Liebe den Liedern Johannes Brahms und Gustav Mahlers sowie den großen geistlichen Werken von Dvořák, Rossini und Verdi.

 

Andreas Hirtreiter studierte an der Musikhochschule seiner Heimatstadt München und erwarb sich durch sein Engagement in verschiedenen professionell arbeitenden Chören, wie dem Stuttgarter und dem Saarbrückener Kammerchor, sowie durch die Arbeit mit Ensembles, wie der Gruppe für Alte Musik München oder dem Carissimi-Consort schon früh wichtige Erfahrungen. Gleichzeitig baute er seine solistische Tätigkeit immer weiter aus, so dass er jetzt in vielfältigen Bereichen Einsatzmöglichkeiten findet: Alte + Neue Musik, Konzert, Oper, Operette, Lied, Musical, UFA-Schlager, Studio-Jobs, u.v.m.. Sein Repertoire reicht dabei von Dufay bis Rihm, von Bach bis Dvorak, von Monteverdi bis Paul Abraham, von Purcell bis Lehar und von Gerhard Winkler bis Helga Pogatschar. 
Später war er mehr als 3 Jahre lang ( 1999 bis 2003 ) Mitglied des renommierten Vokalensembles Singer Pur, das ihm auch den Kontakt zu dem britischen Hilliard Ensemble ermöglichte. Neben inzwischen schon 3 CD-Produktionen wird er hier immer wieder auch zu Konzerten eingeladen ( z.B.: nach Spanien oder auch Chicago und New York ). 
Dem Chor des Bayerischen Rundfunks war Andreas Hirtreiter im Rahmen des Extrachores bereits seit mehr als zehn Jahren verbunden ehe er im September 2003 dort dann als festes Mitglied verpflichtet wurde. Auch hier ist er immer wieder als Solist zu hören ( z.B.: in der Herz-Jesu-Kirche in München mit dem Münchner Rundfunkorchester bei einer Aufführung von Valentin Silvestrows „Requiem für Larissa“ unter der Leitung von Andres Mustonen ). 2009 gründete er Pathos. Zusammen mit der Sopranistin Priska Eser entstehen hier moderierte Duett-Abende mit Klavierbegleitung verschiedenster Art, die immer wieder für begeisterten Aufruhr sorgen. Seine vielfältigen musikalischen Interessen sind durch eine umfangreiche Discographie, sowie durch Funk- und Fernseh- Mitschnitte erfolgreich dokumentiert. Über den Gesang hinaus tritt der vielseitige Künstler auch als E- und Kontrabassist, Schlagzeuger, Gitarrist, Komponist, Arrangeur, Autor, Lehrer, Chorleiter und Ensemble-Coach in Erscheinung.

 

 

Christian Eberl wurde in Regensburg geboren und erhielt zunächst eine Klavier- und Trompetenausbildung. Im Anschluss an das Staatsexamen für Schulmusik studierte er an der Musikhochschule München Komposition und Gesang. Lehrer waren Wolfgang Brendel und Rita Hirner-Lill. Im Liedbereich kamen wichtige Impulse durch Helmut Deutsch, Christian Gerhaher und Rudi Spring. In Meisterkursen bei Rudolph Piernay, Alessandro Corbelli, Louis Langrée, András Schiff und Wolfram Rieger ergänzte Christian Eberl seine Ausbildung. In Opernproduktionen der Musikhochschule München konnten verschiedene Rollen erarbeitet werden. Am Prinzregententheater München sang Christian Eberl Opern von Henze, Keiser, Gluck, Puccini und Debussy. Zuletzt war er dort als Graf Almaviva in Mozarts Le Nozze di Figaro zu hören. Verschiedene Gastengagements führten an deutsche Opernhäuser. Im Herbst 2012 folgte das Debüt an der Semperoper Dresden in Henzes We Come To The River.
Im Oratorien- und Liedbereich geht der Bariton mit einem breiten Repertoire einer regen Konzerttätigkeit nach. Dabei traf er mit verschiedenen Orchestern im deutschsprachigen Raum zusammen, darunter das Münchener Kammerorchester, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und die Hamburger Camerata.
2006 ging Christian Eberl als Stipendiat der Richard-Wagner-Stiftung München hervor und wird seit 2007 von Yehudi Menuhins Stiftung "LiveMusicNow" gefördert. Er ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe in Italien und Deutschland, zuletzt beim „Mozartpreis 2009“ der Mozartgesellschaft Wiesbaden. Beim Festival in Aix-en-Provence wurde Christian Eberl 2011 eingeladen, an der "Académie européenne de musique" teilzunehmen. Darin wurde er als Preisträger der HSBC-Bank für verschiedene Konzert- und Liedtourneen ausgewählt.

 

 

Die Chorgemeinschaft St. Cäcilia wurde im Herbst 1960 als Kirchenchor der neu gegründeten Gemeinde St. Cäcilia in Germering ins Leben gerufen. Seit 1990 ist der Chor auch als Konzertchor des Vereins „Musica Sacra St. Cäcilia e.V.“ im Einsatz. Seit September 2000 steht das Ensemble unter der Leitung von Thomas Scherbel und veranstaltet seither mehrmals im Jahr große Oratorienkonzerte. So stehen Werke wie Bachs Weihnachtsoratorium und Johannes-Passion, Mendelssohns Paulus, Haydns Schöpfung, Händels Messias, Gounods Cäcilienmesse, Mozarts Requiem, Rossinis Stabat Mater oder Schuberts As-Dur Messe auf der Repertoireliste des inzwischen bis zu 80-köpfigen Ensembles. Neben der Konzerttätigkeit versieht der Chor auch weiterhin kirchenmusikalische Aufgaben wie die musikalische Gestaltung einer Vielzahl von Gottesdiensten im Kirchenjahr, zu Hochfesten wie Weihnachten und Ostern oder zum Patronatsfest der Gemeinde auch in Form verschiedenster Orchestermessen. Die bisher größte Herausforderung für den Chor war die Aufführung des Deutschen Requiems von Johannes Brahms im Oktober 2013.

 

 

Thomas Scherbel, geb. 1976 in Nürnberg, begann seine musikalische Ausbildung im Jahr 1984. Nach der Ausbildung zum C-Kirchenmusiker bei Regionalkantor Rolf Gröschel studierte er von 1997 bis 2002 Katholische Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater in München. Zusätzlich studierte er Orgel als Konzertfach bei Prof. Edgar Krapp und Chorleitung im Schwerpunktfach bei Prof. Michael Gläser. Nach dem mit der Note „sehr gut“ abgeschlossenen A-Diplom besuchte er die Fortbildungsklasse Orgel und schloss seine Studien im Juni 2005 mit dem Konzertdiplom ab.
Seit 2000 ist er Kirchenmusiker an St. Cäcilia in Germering bei München. Neben der Organisten- und Chorleitertätigkeit an der Gemeinde ist er als künstlerischer Leiter des Konzertvereins „Musica Sacra St. Cäcilia e.V.“ für die Planung und Durchführung von jährlich zwölf Konzertprojekten zuständig.
Neben der Tätigkeit als Konzertorganist beschäftigt er sich vor allem auch mit der Chor- und Orchesterleitung. Von 2002 bis 2011 war er Dirigent des Visino-Chores in Eggenfelden, einem renommierten und bundesweit mehrfach ausgezeichneten Gesangsensemble. Höhepunkte seiner Tätigkeit in Eggenfelden waren die Aufführungen zweier großer Werke Ludwig van Beethovens, der „ Missa solemnis“ im November 2008 und der 9. Symphonie mit der Philharmonie Bad Reichenhall im Januar 2010.
Auch mit seinem Germeringer Chor führte er in den letzten Jahren immer größere Werke auf. So wurden Projekte mit Bachs „Weihnachtsoratorium“ und „Johannes-Passion“, Haydns „Schöpfung“, Mozarts „Requiem“ und „c-Moll Messe“, Schuberts „As-Dur Messe“, Rossinis „Stabat Mater“, Mendelssohns „Paulus“,Händels „Messiah“ und Ludwig van Beethovens selten gespieltes und einziges Oratorium „Christus am Ölberge“ verwirklicht. Im Frühjahr 2014 kam Reinhard Keisers „Markus-Passion“ zur Aufführung.
Der künstlerische Höhepunkt dieser Reihe wurde im Oktober 2013 mit der  Aufführung von Johannes Brahms` „Ein deutsches Requiem“ erreicht.

 

 

 


Ort : Kirche St. Cäcilia, Germering