Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium

Sonntag, 8. Dezember 2013, 19:00

 

 

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium
BWV 248, Teile I-III und VI

Marina Ulewicz, Sopran
Julia Rutigliano, Alt
Christian Sturm, Tenor
Raphael Sigling, Bass

Chor und Orchester St. Cäcilia

Thomas Scherbel, Leitung

 

Marina Ulewicz, Sopran 

Marina Ulewicz, geboren in München, erhielt ab 1977 ihren ersten privaten Gesangsunterricht bei Angelica Vogel-Angerbauer (Gärtnerplatztheater-Solistin; Hochschule für Musik und Theater, München). Von 1983 –89 studierte sie am Richard-Strauss-Konservatorium in München bei Ursula Hirschberger-Coppel Opern- und Konzertgesang. Während des Studiums trat sie die Solistenstelle im Münchener Domchor unter Max Eham an. Nach dem Examen wurde sie Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper (München), wo sie sowohl am Nationaltheater, als auch in Produktionen des Opernstudios („Die Kluge“ von Orff, „Figaro’s Hochzeit“ von W.A. Mozart (als Gräfin), „Der Revisor“ von W. Egk (als Witwe) u.a.m.) in zahlreichen Rollen zu hören war. Ein Comeback gab es an der Bayerischen Staatsoper München später: als „Pamina“ zur Festspielzeit 1997. Ihr erstes Gastspiel führte Marina Ulewicz 1992 nach Klagenfurt, und im Herbst desselben Jahres begann sie ihr sieben Spielzeiten währendes Festengagement an den Städtischen Bühnen Augsburg. 
Dort trat sie in den Rollen der Pamina (Die Zauberflöte; Mozart), der Gretel (Hänsel und Gretel; Humperdinck), der Euridice (Orfeo; Gluck) der Blanche (Gespräche der Karmeliterinnen; Poulenc), der Antonia (Hoffmanns Erzählungen; Offenbach), der Zeipoth (Goggolori; Hiller), der Maria (Westsidestory; Bernstein), der Susanna und der Gräfin (Le nozze di Figaro; Mozart), sowie verschiedenen kleineren Rollen in Opern von Gluck, R.Strauss, Wagner und Verdi auf. Zu jener Zeit wurde sie mit dem Staatlichen Förderpreis für junge Künstler des Freistaates Bayern ausgezeichnet. Auch arbeitete sie in regelmäßigen Abständen mit Rita Loving (Bayer. Staatsoper, München), sowie bis heute mit Ingrid Gabriela Bettag (Richard-Strauss-Konservatorium und Hochschule für Musik und Theater, München).                         
Im Konzert- und  Oratorienfach weitete sie ihr Aufgabengebiet aus, sang Bach’s Johannespassion unter H.R. Zöbeley in der Münchner Philharmonie im Gasteig und wirkte in einer CD-Aufnahme des Mozart-Requiems mit, die 1999 unter Bruno Weil mit dem Tölzer Knabenchor entstand. Seitdem sie freischaffend arbeitet (1999) kann sie sich in erhöhtem Maße dem Liedgesang widmen. Im Herbst 2005 begann sie an der Münchner Hochschule für Musik und Theater zudem als Lehrbeauftragte für Gesang zu unterrichten.




Julia Rutigliano, Mezzo-Sopran

 

 

Die in Würzburg geborene Mezzosopranistin studierte bei Prof. Daphne Evangelatos an der Hochschule für Musik und Theater München sowie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Sie schloss ihr Studium 2005 mit Auszeichnung ab und wurde danach ins Opernstudio ans Staatstheater Nürnberg verpflichtet. Schon während ihres Studiums sang sie Fachpartien wie Fuchs in Janáčeks Das schlaue Füchslein, Helena in Offenbachs Die schöne Helena, Beatrice in Berlioz’ Beatrice und Benedikt und Donna Elvira in Mozarts Don Giovanni, mit der sie mittlerweile in mehreren Produktionen u.a. an den Staatstheatern Braunschweig und Nürnberg zu hören war. Unter Zubin Mehta sang sie jüngst die Siegrune in Wagners Walküre (Regie: Fura dels Baus) am Maggio Musicale in Florenz und hatte 2011 großen Erfolg mit einer weiteren Wagner Partie, der Venus im Tannhäuser, die sie kürzlich erneut am Theater Bremen sang. Zur Zeit ist sie bei den Bayreuther Festspielen im Ring unter Kirill Petrenko als Wellgunde in Wagners Rheingold und Götterdämmerung und als Siegrune in Wagners Walküre zu hören. Von 2009 bis 2012 war sie festes Ensemblemitglied am Staatstheater Braunschweig. Dort wurde sie u.a. als Olga in Tschaikowskis Eugen Onegin, Suzuki in Puccinis Madame Butterfly, Hermia in Brittens Midsummer Night’s Dream, Donna Elvira in Mozarts Don Giovanni, Aksinja in Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk, Orlofsky in Strauß’ Die Fledermaus und Bizets Carmen in der gleichnamigen Oper gefeiert. Bei den Seefestspielen Berlin unter der Regie von Volker Schlöndorff konnte sie vergangenen Sommer wiederum als Carmen brillieren. Zu ihrem Repertoire zählen zudem die großen Mezzo- und Altpartien im Oratorien- und Konzertfach. Außerdem bereichern zeitgenössische Werke von Komponisten wie Adès, Glanert und Eggert ihr musikalisches Schaffen, die sie ans Theater Bonn, zum Festival ADEvantgarde und der Biennale Münche führten. Julia Rutigliano ist 1. Preisträgerin beim 25. Robert-Stolz-Wettbewerb in Hamburg und erhielt beim Ferruccio Tagliavini Wettbewerb den Sonderpreis Karl Böhm für die beste Mozartinterpretation. Sie ist Stipendiatin des Deutschen Bühnenvereins und des Richard Wagner Verbandes.

 

Christian Sturm, Tenor

 

 

Der Tenor Christian Sturm wurde in Andernach am Rhein geboren. Er studierte Operngesang bei Daphne Evangelatos und Konzertgesang bei Christian Gerhaher an der Hochschule für Musik und Theater in München. 2007 machte er seinen Abschluss mit Auszeichnung. Zudem genoss er eine umfangreiche Ausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und erarbeitete sich dort zahlreiche Fachpartien für die Opernbühne. Sein Konzertrepertoire umfasst die großen Oratorien von Händel, Haydn und Mendelssohn sowie im Besonderen die Werke der Familie Bach.
Schon während des Studiums wurde er an das Staatstheater am Gärtnerplatz in München und an das Landestheater in Coburg verpflichtet. Seit 2009 gehört er zum Ensemble der Oper Wuppertal, wo war er u. a. zu hören als Almaviva (Barbiere di Siviglia), Fenton (Falstaff), Alfred (Die Fledermaus), Walter von der Vogelweide (Tannhäuser). Engagement führten ihn wiederholt an das Nationaltheater Weimar, an die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf und an die Oper Dortmund. Besondere Beachtung fand sein Debüt als Nerone in L'incoronazione di Poppea von Monteverdi am Staatstheater Wiesbaden.
2013/14 wird er u. a. in Händels Alcina, Respighis Maria Egiziaca und Szymanowskis König Roger an der Oper in Wuppertal zu erleben sein. Beim Wagner-Festival in Wels singt er den Steuermann in Der fliegende Holländer, unter Richard Bonynge wird er die Operette Bajadere von Kalman für den WDR einspielen, am Theater in Trier Schubert's Winterreise szenisch auf die Bühne bringen und ist als Aeneas in Purcells einziger Oper Dido und Aeneas wiederholter Gast im Cuvilliés-Theater.

 

Raphael Sigling, Bass-Bariton


Raphael Sigling begann seine musikalische Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen. Er studierte an der Hochschule für Musik in München bei Prof. Rita Hirner-Lill und KS Astrid Varney; Meisterkurse besuchte er bei  KS Prof. Jan Hendrik Rootering, Maestro Carlo Bergonzi und Prof. Helmut Deutsch. Stipendien erhielt er vom Richard Wagner Verband Bayreuth, von der Accademia Chigana di Siena, der Kammeroper Schloss Rheinsberg; er war Mitglied im Förderverein der Studienstiftung „Live music now“ von Sir Yehudi Menuhin, sowie der Accademia di Montegral. Noch während des Studiums führten Raphael Sigling erste Engagements an die Theater von Wuppertal und Gelsenkirchen, die Bayerische Staatsoper München, “The Royal Albert Hall”, in das Auditorio Rai/ Triest und “La Pergola” Florenz. Es folgten weitere Engagements am “Teatro Carlo Felice” Genua, “Teatro Massimo Bellini” Catania, “Teatro di San Carlo” Napoli, an die Theater von Bozen und Meran, “Teatre du Annecy”, an die Theater von Shanghai und Peking, an die Alte Oper Frankfurt am Main und an das Theater Freiburg. In Konzerten war er zu hören im Herkulessaal der Residenz München, der Residenz Dresden, in Kloster Andechs, in den Kathedralen von Reims, Rennes, Paris, Florenz, Rom, Siena, Assisi, Pisa, Arezzo Perugia, den Domen von Nürnberg, München, Regensburg und Würzburg. Er war zu Gast bei den Tiroler Festspielen Erl, dem luzerne festival, dem Festival International de Santander, dem Chiemgauer Opernsommer, der accademia tirolensis, dem Festspielhaus St. Pölten, der night of the proms london, den Opernfestspielen München und am Festspielhaus Bregenz. Raphael Sigling musizierte unter anderem mit dem Orchester der Bayerischen Staatsoper München, den Münchner Bachsolisten, den Münchner Symphonikern, dem Orchester des BR, des HR, dem Orchester der Tiroler Festspiele, dem Orchester der Europa Philharmonie, den Plauener Symphoniker, dem Philharmonischen Orchester Budweiss, dem Orchester National Bratislava, dem BBC-Orchestra London, dem ORT Firenze, RAI Roma und Rai Torino. und mit den Barockorchestern der “accademia per musica antiqua di roma”, der “banda augsburga”, dem l`orfeo Barockorchester, der Münchner Hofkapelle, dem “Kreis für Alte Musik Wien” und dem Freiburger Barock Orchester. Neben Auftritten bei Fernseh- und Rundfunksendern wie ARTE, 3sat, BR, HR, ORFund RAI runden CD-und DVD-Produktionen sein musikalisches Schaffen im Opern- und Konzertbereich ab. Raphael Sigling arbeitete dabei mit Dirigenten und Regisseuren wie: Roberto Abado, Matthias Ank, Pierre Audi, Serge Aubry, Dietfried Bernet, Michael Boder, Attilio Cremonesi, Andreas Hutter, Lü Jia, Jan-Lathan Koenig, Gustav Kuhn, Markus Langer, Anton Ludwig Pfell, Georg Ratzinger, Joachim Schlömer, Reinhard Seehafer, Frank Shipway, Markus Stenz, Marcello Viotti und Ulrich Weder.

 

 

 

 

 

 


Ort : Kirche St. Cäcilia