Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem

Sonntag, 20. Oktober 2013, 19:00

 

Sophia Brommer, Sopran
Tareq Nazmi, Bariton

Chorgemeinschaft St. Cäcilia, Germering, Gemischter Chor im Pfaffenwinkel
Orchester St. Cäcilia

Thomas Scherbel, Leitung

 

Die Chorgemeinschaft St. Cäcilia wurde im Herbst 1960 als Kirchenchor der neu gegründeten Gemeinde St. Cäcilia in Germering ins Leben gerufen. Seit 1990 ist der Chor auch als Konzertchor des Vereins „Musica Sacra St. Cäcilia e.V.“ im Einsatz. Seit September 2000 steht das Ensemble unter der Leitung von Thomas Scherbel und veranstaltet seither mehrmals im Jahr große Oratorienkonzerte. So stehen Werke wie Bachs Weihnachtsoratorium und Johannes-Passion, Mendelssohns Paulus, Haydns Schöpfung, Händels Messias, Gounods Cäcilienmesse, Mozarts Requiem, Rossinis Stabat Mater oder Schuberts As-Dur Messe auf der Repertoireliste des inzwischen bis zu 80-köpfigen Ensembles. Neben der Konzerttätigkeit versieht der Chor auch weiterhin kirchenmusikalische Aufgaben wie die musikalische Gestaltung einer Vielzahl von Gottesdiensten im Kirchenjahr, zu Hochfesten wie Weihnachten und Ostern oder zum Patronatsfest der Gemeinde auch in Form verschiedenster Orchestermessen.

 

 

Sophia Brommer, Sopran

 

Die Sopranistin Sophia Christine Brommer, geboren in Leonberg (Baden Württemberg), erhielt ihre musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater München bei Gabriele Kaiser, sowie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding, und schloss 2007 ihn Studium mit dem Diplom und Auszeichnung zur Meisterklasse ab. Nach dem zusätzlichen Studium an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in dessen Rahmen sie erste Bühnenerfahrungen am Prinzregententheater ua als Fiordiligi in Mozarts ‚Cosi fan tutte’, Arminda in Mozarts ‚Gärtnerin aus Liebe’, sowie als Pamina In Mozarts ‚Zauberflöte’ sammelte, folgte das erste Festengagement am Theater Augsburg. 2007-2013 war sie dort festes Ensemblemitglied und verkörperte u.a. die Partien der Konstanze in Mozarts Entführung aus dem Serail’ und Donna Anna in ‚Don Giovanni‘ sowie Lucia in Donizettis ‚Lucia di Lammermoor‘, Liu in Puccinis ‚Turandot’, Micaela in Bizets ‚Carmen‘, Lulu in ‚Lulu‘ von Alban Berg und Violetta in ‚La Traviata‘. Im September 2012 gewann die Sopranistin beim internationalen Wettbewerb der ARD den 3.Preis sowie den Publikumspreis und wurde mit den Sonderpreisen von Oehms Classics und der Freunde des Nationaltheaters ausgezeichnet. 2008 wurde die Sopranistin darüber hinaus durch Staatsminister Thomas Goppel mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet, erhielt 2009 den Augsburger Theaterpreis sowie den Münchner AZ Stern für besondere Leistungen als Konstanze in Mozarts ’Entführung aus dem Serail’ und wurde ausserdem mit Sonderpreisen des Deutschen Musikrates, der Walter-Kaminski-Stiftung und der württembergischen Landesregierung ausgezeichnet.

 

 

Tareq Nazmi, Bariton

 

 

Der 1983 in Kuwait geborene Tareq Nazmi ist in München aufgewachsen und studierte dort an der Hochschule für Musik und Theater München, bis 2010 bei Edith Wiens, seit Herbst 2010 war er Meisterklassenstudent von Christian Gerhaher. Neben seinem Studium besuchte Tareq Nazmi Meisterkurse bei Matthias Goerne, Dmitri Hvorostovsky, Malcolm Martineau, Brian Zeger, Rudolf Piernay, Margot Garret, Denise Massé und Stephan King. 2009 erhielt er den 1. Preis der Hamel-Stiftung und war Preisträger beim Вundeswettbewerb Gesang 2008. Zu seinen weiteren Auszeichnungen zählen unter anderem ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes und des Steans Institutes in Ravinia bei Chicago. Tareq Nazmi ist Stipendiat der Stiftung Vera und Volker Doppelfeld. Erste Bühnenerfahrung konnte der junge Bass an der Bayerischen Theaterakademie sammeln, so zum Beispiel  2008 bei mehreren Aufführungen von Die Nacht, einem Mozart-Projekt nach einer Idee von Einar Schleef unter der Leitung von Christoph Hammer (Regie A. Viebrock) im Prinzregententheater München. Mit dieser Produktion konnte er auch bei der Ruhrtriennale gastieren. Im Theater Augsburg gastierte er als Lord Syndham in der Neuproduktion von Lortzings Zar und Zimmermann sowie als Sarastro in Mozarts Zauberflöte. Tareq Nazmi war bei unterschiedlichen konzertanten Opernaufführungen des Мünchner Rund-funkorchesters eingeladen, u. a.  in Macbeth von Giuseppe Verdi unter der Leitung von Friedrich Haider, in Silvana von Carl Maria von Weber und Orpheus in der Unterwelt von Carl Orff, in La Bohème als Colline, alles unter der Leitung des Chefdirigenten Ulf Schirmer. 2009 brachte er Beethovens 9. Sinfonie mit dem Vietnam National Symphony Orchestra in Hanoi (Vietnam) unter der Leitung von Jonas Alber zur dortigen Erstaufführung. Im Konzertfach arbeitet Tareq Nazmi regelmäßig mit Enoch zu Guttenberg, unter dessen Leitung er zuletzt im Sommer 2012 mit Beethovens 9. Sinfonie beim Herrenchiemseefestival zu hören war. Sein Einstand beim Schleswig Holstein Musik Festival bei einem Goethe-Abend gemeinsam mit Christiane Karg, Michael Nagy und Gerold Huber war mehr als erfolgreich: „der junge Bass Tareq Nazmi - eine sensationelle Entdeckung!" – so das Hamburger Abendblatt im August. Unter der Leitung von Manfred Honeck war er zu Gast beim Wolfegg Festival sowie auf einer Tournee mit Mozarts Requiem mit dem Münchner Kammerorchester unter Alexander Liebreich in Berlin, Weingarten und München. Eine Tournee mit dem Orchestre des Champs Elysées unter Philippe Herreweghe führt ihn zu den Festivals nach Edinburgh, Luzern und Grafenegg (auf dem Programm: Bruckners Te deum). Mit dem Requiem von Mozart debütiert er 2013 auch beim Washington National Symphony Orchestra unter Christoph Eschenbach. Als Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper war er in München bereits in einigen Produktionen zu sehen, wie z. B. in einer Fidelio-Inszenierung von Calixto Bieito(Zweiter Gefangener), in Cenerentola (Alidoro), als Marquis d'Obigny in La Traviata oder als Sir Gualtiero in Roberto Devereux mit Edita Gruberova. Mit der Spielzeit 2012/2013 gehört Tareq Nazmi fest dem Ensemble der Bayerischen Staatsoper an, wo er demnächst u. a. als Zuniga, Masetto oder Don Fernando zu erleben ist.

 

 


Ort : Kirche St. Cäcilia